Er bekommt den Hals einfach nicht voll. Trotz Handgelenksverletzung und dem etwas unglücklichen Abschneiden bei den deutschen Seniorenmeisterschaften weilte Christoph vom 1. bis zum 6. Juli in Budapest, wo die Europameisterschaften der Senioren stattfanden.

Insbesondere in seiner Senioren-50-Konkurrenz waren die Teilnehmerzahlen geradezu absurd. Knapp 800 Oldies spielten in 194 Gruppen um das Weiterkommen. Christoph löste diese Aufgabe gegen Krešimir Marinkovic aus Kroatien, Samson Bekele aus England sowie den Schweizer David Hivert souverän und hatte daher in der ersten KO-Runde der letzten 512 Spieler (!!!) ein Freilos. Recht klare Siege gegen den Dänen Torsten Kindt, den Russen Evgenii Katselenbogen und Dmitry Abramenko aus Israel brachten ihn in die Runde der letzten 32. Dort traf er auf den Deutschen Karsten Fischer, der vor ein paar Wochen ebenfalls bei den Deutschen in Erfurt an den Start gegangen war und mit einem TTR-Wert von 1984 sehr stark einzuschätzen ist. Doch Christoph kam nach anfänglichen Problemen gut ins Spiel, ging mit 2:1 in Führung und erarbeitete sich in Satz 4 auch einen Matchball, unterlag aber noch mit 11:13 und musste seinem Gegner nach einem 7:11 im Entscheidungssatz doch gratulieren. Mit der gezeigten Leistung kann er aber definitiv zufrieden sein!

Im Doppel lief es gemeinsam mit seinem Partner Piotr Zemla aus Polen sogar noch besser. Gegen Fórián/Horovitz (Ungarn), Kastilan/Mansfeld (Deutschland) und Salberg/Montaperto (Schweden/Italien) gab es klare Siege. Trotz einer zwischenzeitlichen Konzentrationslücke wurden auch Bilek/Dathe (Tschechien/Deutschland) souverän bezwungen. Die deutschen Paarungen Beck/Niemela und Angerer/Klaiber wurden ebenfalls aus dem Weg geräumt, sodass es gegen die Dänen Rasmussen/Sabalic bereits um den Einzug ins Viertelfinale ging. Christoph und Piotr gingen sehr konzentriert zu Werke und verließen den Tisch nach vier umkämpften Sätzen als Sieger. Dadurch war plötzlich eine Medaille zum Greifen nah! Die letzte Hürde auf diesem Weg war das starke schwedische Duo Fan/Olausson, das den besseren Start erwischte und mit 2:0 in Führung ging. Doch Christoph und Piotr steigerten sich, gewannen Durchgang 3 klar und hatten in Satz 4 mehrere Chancen auf den Satzausgleich. Doch wie schon im Einzel sollte es in den knappen Situationen einfach nicht sein – das 12:14 bedeutete das Aus in der Runde der letzten 8.

Dennoch wird Christoph das Event in der ungarischen Hauptstadt mit Sicherheit sowohl in sportlicher als auch in geselliger Hinsicht in positiver Erinnerung behalten! 🙂