09.12.2019

Am vergangenen Wochenende fanden in Aachen die Westdeutschen Einzelmeisterschaften der Senioren statt. Mit von der Partie waren mit Rolf-Rüdiger Hartwig (Senioren 75), Michael Keil (Senioren 60), René „Knut“ Holz und Frank Picken (Senioren 40) auch vier Blau-Weiße, wobei Rolf und Frank für Frimmersdorf bzw. Erkelenz an den Start gingen.

Im Einzel lief es für unsere Akteure eher durchwachsen. Rolf erreichte mit zwei Siegen und einer Niederlage gegen Gruppensieger Diethard Zillich die KO-Runde, war dort aber im ersten Spiel gegen Rainer Schoulen chancenlos.
Ähnlich erging es Michael. Zunächst hatte er noch Glück, dass Gruppenkopf Ulrich Thol fehlte. Die dadurch auf dem Papier sehr ausgeglichene Dreiergruppe beendete er nach einem Fünfsatzsieg gegen Karl Metten und einer klaren Niederlage gegen Josef Langer als Zweiter. So traf er im Achtelfinale auf den Mitfavoriten Engelbert Karmainski, gegen den er nach gutem Start zwar in Führung ging und auch in Satz 3 noch Satzbälle hatte, letztlich aber mit 1:3 unterlag. Einen ausführlich Bericht aus Michaels Sicht gibt es hier zu lesen.

Knut wird sich rückblickend wohl vor allem über sein letztes Gruppenspiel ärgern. Nach klaren Siegen über Nasim Akar und Thomas Kuhfuß ging es in diesem gegen Maurice Mann zwar „nur noch“ um den Gruppensieg, doch schon unmittelbar nach der unglücklichen und auch unnötigen 2:3-Niederlage befürchtete Knut, dass es in der KO-Phase nun ein sehr schweres Los warten könnte. Dies sollte sich dann auch bewahrheiten. Giovanni Scalia war auf dem Papier zwar favorisiert, aber durchaus schlagbar, stellte sich beim klaren 3:0 aber als zu stark heraus.
Noch bitterer verlief der Tag für Frank. Er spielte eigentlich solide und gewann gegen Markus Born und Christian Schroer letztlich souverän, stand vor seinem letzten Gruppenspiel gegen Favorit Marcel Sitran aber dennoch unter Druck, da dieser zuvor überraschend gegen Born verloren hatte. Da Frank in diesem Spiel größtenteils chancenlos war, deutete sich schon an, was sich nachher auch bewahrheiten sollte. Born gewann mit 3:0 gegen Schroer, sodass Frank aufgrund des schlechteren Satzverhältnisses auch mit 2:1-Spielen nur Platz 3 blieb.

Die Doppelwettbewerbe waren sowohl für Rolf als auch für Michael schnell beendet. Rolf unterlag an der Seite von Heinz-Bernd Voßeler der Paarung Schnütgen/Oleyniczak mit 1:3. Mehr als ein Satzgewinn war Michael mit Thomas Elstner gegen Boensch/Hüging auch nicht vergönnt.
Besser lief es für unsere „Youngster“. Frank kam mit Jens Böhnisch nach einem Sieg über Janssen/Marquis ins Viertelfinale, wo sich Honefeld/Mann nach gewonnenem ersten Satz als zu stark erwiesen. Noch besser konnte Knut seinen Einzelfrust bewältigen. Mit Partner Björn Baumann stieß er mit deutlichen Siegen über Wonsak/Schroer und Scalia/Zelazkowski ins Halbfinale vor, wo gegen Sitran/Schoulen ein überraschend klares 3:0 folgte. Im Finale waren Wipper/Bolda auf dem Papier zwar favorisiert und gingen auch mit 2:1 in Führung, doch Knut und Björn ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen und sicherten sich mit zwei 11:8-Erfolgen tatsächlich den Titel und damit die erste blau-weiße Goldmedaille bei westdeutschen Individualwettbewerben seit 16 Jahren – herzlichen Glückwunsch!

Aufgrund der sehr kleinen Damenfelder ging einzig Frank auch im Mixed an den Start. An der Seite der Holzbüttgener Abwehrerin Gabi Franssen reichte ein Sieg über Specht/Albrecht für den Einzug ins Halbfinale und damit die Bronzemedaille. In der Vorschlussrunde erwiesen sich Isensee/Mann als zu stark.

Zu den Ergebnissen auf click-tt geht´s hier.